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Das Christentum

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Das Christentum

Beitrag von Jonas Kabsch am Do 18 Nov 2010 - 9:06

Welches ist das "wahre Christentum"?
Sind es am Ende alle?
Worin unterscheiden sich die vielen Gruppen?
Sind es grundsätzliche und grundlegende Unterscheide oder lässt sich eine Schnittmenge definieren, die alle als "das Christentum" anerkennen könnten?

Ich persönlich bin der Meinung, dass die vielen verschiedenen Richtungen und Auslegungen des Christentums, welche es heute gibt, ohne sie alle zu kennen, alle für sich eine Abbildung und Möglichkeit dessen sind, was der ursprüngliche Gedanke dieser Religion war. Es gab Strömungen, die ausgestorben sind oder überstimmt wurden und so ist es nun eine Manigfaltigkeit dessen, was das Prinzip des Einen darstellte. Das würde bedeuten, dass die Schnittmenge, aber alleine diese, das "wahre Christentum" bedeuten würde. Dieser Schlussfolgerung ist jedoch genau die Aussage, die alle für sich beanspruchen, ohne die Auslegungen und Sichtweisen der Anderen mit einzuschließen oder bestehen lassen zu wollen.

Was meinen Sie dazu?

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Re: Das Christentum

Beitrag von regge am Di 7 Dez 2010 - 22:17

Hallo Jonas Kabsch,
Sie schreiben von einer "Abbildung und Möglichkeit dessen, was der ursprüngliche Gedanke dieser Religion war" Da ergibt sch für mich die Frage: was könnte dieser urspüngliche Gedanke sein? Die Schriften des Paulus als einem der ersten Missionare? - Dessen Gedanken halten viele Christen für zeitbedingte Aussagen eines Einzelnen. Oder die Erkenntnisse über der historischen Jesus? - Was wissen wir über ihn? Die Aussagen etwa der Bergpredigt als Richtschnur (Selig sind die Freidfertigen...) ? - viele Christen sagen: Das gilt aber nur fürs Himmelreich - für unsere Gesellschaft gilt das nicht... Ich meine, eine "Schnittmenge" für ein "wahres" Christentum lässt sich kaum finden.
Mich führen diese Gedanken immer wieder zu der Frage, wie wir uns der Religion und der Philosophie (worin unterscheiden sich Religion und Philosophie?...) nähren wollen. Mit der Herangehensweise der historisch-kritischen Methode oder mit dem Staunen und der Sehnsucht, die uns als Menschen innewohnt, ebenso wie der Verstand. Wie können wir diese Herangehensweisen zusammenbringen, ihnen gerecht werden....
Ich weiß jetzt nicht, ob diese Ausführungen verständlich oder nachvollziehbar sind...
Schöne Grüße,
Regge.


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Re: Das Christentum

Beitrag von Jonas Kabsch am Fr 21 Jan 2011 - 7:03

Hallo Regge,

Der "ursprüngliche Gedanke" dieser Religion, oder vielleicht sogar der drei auf den selben Ursprüngen fußenden Religionen Judentum, Christentum und Islam ist, so vermute ich, heute nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Es gbit viele Gedanken, die diese Religionen ausmachen, wenn man Vertreter der einzelnen Parteien fragt, aber was Jesus, Mohamed oder Moses wirklich meinten und wie sie es meinten, denke ich als nicht rekonstruiertbar. Interessant finde ich dabei den Begriff "Religionsstifter". Man stiftet also eine Religion... Wenn ich etwas stifte, so zum Beispiel einem Tierschutzbverein, dann hoffe ich, dass die Menschen in dem Verein mit meinem Geld Futter kaufen, vielleicht auch ein wenig Spielzeug für die Tiere anschaffen und Personalkosten decken. Wissen, und vor allem Einfluß darauf nehmen, kann ich aber schon sehr bald nicht mehr, was mit meinem Geld gemacht wurde. Ich denke, den Religionsstiftern geht es da ähnlich. Vor allem, wenn der Tod eintritt und sie keinerlei Einflußnahme mehr auf die weitere Entwicklung und den weiteren Verlauf der Religion ausüben können. Vielleicht ist es da ähnlich wie bei Platons Ideen. Es gibt einen Grundgedanken, aber dieser ist schwer oder gar nicht schaubar.
Die Schnittmenge, die man fern vom Glauben definieren kann, ist das Judentum und die Einflüße verschiedener Völker und Philosophien auf deren Gedankengut. Platon zum Beispiel war sehr Einflussreich auf die Gründungsväter des Christentum. Viele Fragen, wie die Jungfräulichkeit Marias, die Festlegung Christis als Sohn Gottes und die Dreieinigkeit, waren spätere, hart umstrittene Grundsätze, die bei Konzilen und ähnlichem beschlossen wurden. Hierbei wurden sogar Kriege geführt, gemordet und die Kirche mehrfach gespalten, bis es zu einer einzigen christlichen Kirche kam. Genannt seien hier die Arianer, die letzlich gegen die Katholiken am Anfang des Mittelalters bzw. Ende der Antike unterlagen und ausgerottet wurden.
Im Islam wurden alle Griechen schon zu Beginn studiert und kommentiert. Auf das Judentum haben über Jahrhunderte hinweg viele Kulturen Einfluß genommen. So zum Beispiel die Sumerer, die Ägypter, die Griechen und Makedonen und viele andere. Das sind dann Ansätze, mit denen versucht wird zu erklären, wie es zu der heutigen Vielfalt der Auslegungen und Interpretationen der monotheistischen Weltansicht, stammend aus dem Judentum, gekommen ist. Das betrifft zwar den Inhalt, aber bringt einen bei der Frage nach dem ursprünglichen Gedanken nur bedingt weiter.

Die Philosophie hat sich von der Religion abgesetzt, indem sie versucht, die Welt und ihre Ursprünge kritisch zu hinterfragen. Es fallen Worte wie: weg von Mystik und Mythos, hin zur rationalen Verstandeserklärung. Also sieht sich die Philosophie als Antwort des Verstandes auf die Religion.
Ich denke, auch das hat seeinen religiösen Charakter. Das Staunen, das Sehnen nach neuer Erkenntnis und Wissen und auch die historisch-kritische Methode, sind Ausdruck für die Philosophie, aber mindestens auch für Religionsstifter.
Eine interessante Unterscheidung der Beiden habe ich einmal gehört: Religion gibt Antworten, Philosophie stellt Fragen. Philosophie könnte jetzt seine Fragen in der Religion finden, oder sie stellt die Antworten der Religion in Frage. Eventuell ja beides zum Teil.
Ich persönlich bin ein kritischer, äusserst wissbegieriger Mensch. Mir fällt es schwer, eine Wahrheit zu akzeptieren, die sich für mich nicht schlüßig anhört. So bin ich eher Zweifler und freue mich sogar daran, etwas zu finden, oder wenn ein Dritter etwas findet, was in ein System nicht hineinpasst. Das symbolisiert für mich die Gewissheit, dass ich noch viel lernen und umformen kann, aber auch wir noch lange nicht am Ende sind. Es gibt immer noch so viel zu verbessern und zu korrigieren oder zusätzliches zu Bedenken. Ich finde das spannend und eine Herausforderung.

Was meinen Sie dazu?

Freundliche Grüße,
Jonas Kabsch

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